Zurück zur Hauptseite Neues über die VFW 614 Schreiben Sie uns! Der Freundeskreis der VFW 614 Alles über die VFW 614

Zurück zur Hauptseite Neues über die VFW 614 Schreiben Sie uns! Der Freundeskreis der VFW 614 Alles über die VFW 614

Rückkehr der G18

Die zweite VFW 614 der Flugbereitschaft ist wieder Zuhause.

Nach fünf Jahren Standzeit in Lidköping / Schweden jetzt Rückkehr der Seriennummer G18 nach Nordholz bei Cuxhaven.

Das "Deutsche Luftschiff- und Marinefliegermuseum" in Nordholz bei Cuxhaven ist jetzt stolzer Besitzer einer VFW 614. Erworben wurde das Flugzeug vom Vorbesitzer Ruben Werjefelt, der vergebens versuchte, einen Flugbetrieb mit den drei ehemaligen Flugzeugen der Flugbereitschaft des BMVg, G14, G18 und G19, in Kopenhagen aufzubauen. Alle drei Flugzeuge wurden nach Deutschland zurückverkauft. Als letzte der drei Maschinen kam die G18 zurück. Leider nicht durch die Luft, sondern auf dem See- und Landweg.

Die Maschine wurde Ende August in Lidköping / Schweden eine Woche lang zerlegt und durch eine schwedische Reederei auf dem Wasserweg nach Cuxhaven transportiert. Die Montagecrew bestand aus Museumsmitarbeitern, Kräften aus Lemwerder und Studenten aus Oldenburg unter der Leitung von Prof. Gert Reich, dem zweiten Vorsitzenden des Museum-Fördervereins. Der Fortgang der Arbeiten, die Ankunft und der Transport ins Museum wurden von Prof. Reich dokumentiert.

Der Schiffstransport traf in der Nacht von Freitag auf Samstag, den 30. August in Cuxhaven im Hafen CuxPort ein. Das Flugzeug wurde dann samstagfrüh von Bord genommen und sogleich auf den passenden Schwertransporthänger gesetzt. Einen Tag später machte sich dann der Schwertranport, bestehend aus drei Tieflader-Fahrzeugen von CuxPort nach Nordholz auf den Weg. Für die Strecke wurden 2 1/2 Stunden benötigt. Somit konnten die Schwerlaster am Montag, den 1. September um 00.30 Uhr am Museum eintreffen. Zwei Kräne standen zum Anheben und Absetzen der VFW 614 bereit. Die Maschine hat vor dem Museumsgebäude ihren Platz bekommen, und zwar so, als ob sie auf Fluggäste wartet und zum Abflug bereit steht. Noch dieses Jahr wird die G18 wieder in ihren alten Farben der "Luftwaffe 17+02" erstrahlen und kann auch innen besichtigt werden. Auch ein Bezug zur Marinefliegerei besteht bei der VFW 614. Ende der 70iger Jahre hatte das Herstellerwerk VFW-Fokker der Bundeswehr eine Marine-Version als MPA-Flugzeug angeboten. Infotafeln im Museum geben Auskunft über dieses nicht mehr realisierte Projekt.

Die Museumsleute haben den Wiederaufbau des Flugzeuges fachmännisch durchgeführt, so dass jetzt der Status von Lidköping fast wieder hergestellt ist. Als Flugzeugbauer mitgeholfen hat Herr Hagestedt vom ASL Lemwerder. Das Flugzeug hat einen schönen Standplatz bekommen.

Abschließend sei bemerkt, daß das Aeronauticum ein kleines aber feines, gepflegtes Museum ist. Die G18 hat dort eine schöne Heimstatt erhalten. Die Museumsleute sind glücklich über die 614-Errungenschaft und werden das Flugzeug als größtes Exponat als Liebhaberstück pflegen. Der VFW 614-Freundeskreis freut sich, diese Errungenschaft vermittelt zu haben und wünscht dem Aeronauticum viel Freude mit der VFW 614.

Jochen Kruth

3.10.2003

© 2000-2016 — Philipp Jordan — Impressum