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VFW614 - Der Bremer Jet

Die VFW 614
virtuelle Videoübersicht

Besten Dank an "Peters Software", die das Aeronauticum Nordholz besucht haben und Eindrücke von der G18 eingearbeitet haben

G18 kommt 2003 nach Nordholz

Die zweite VFW 614 der Flugbereitschaft ist wieder Zuhause. Nach fünf Jahren Standzeit in Lidköping / Schweden jetzt Rückkehr der Seriennummer G18 nach Nordholz bei Cuxhaven. Das „Deutsche Luftschiff- und Marinefliegermuseum“ in Nordholz bei Cuxhaven ist jetzt stolzer Besitzer einer VFW 614. Erworben wurde das Flugzeug vom Vorbesitzer Ruben Werjefelt, der vergebens versuchte einen Flugbetrieb mit den drei ehemaligen Flugzeugen der Flugbereitschaft des BMVg G14, G18 und G19 in Kopenhagen aufzubauen. Alle drei Flugzeuge wurden nach Deutschland zurückverkauft. Als letzte der drei Maschinen kam die G18 zurück. Leider nicht durch die Luft, sondern auf dem See- und Landtransport. Die Maschine wurde Ende August in Lidköping / Schweden eine Woche lang zerlegt und durch eine schwedische Reederei auf dem Wasserweg nach Cuxhaven transportiert. Die Montagecrew bestand aus Museumsmitarbeitern, Kräften aus Lemwerder und Studenten aus Oldenburg unter der Leitung von Prof. Gert Reich, dem zweiten Vorsitzenden des Museum-Fördervereins. Der Fortgang der Arbeiten, die Ankunft und der Transport ins Museum wurden von Prof. Reich dokumentiert. Der Schiffstransport traf in der Nacht von Freitag auf Samstag, den 30. August in Cuxhaven im Hafen Cux-Port ein. Das Flugzeug wurde dann samstagfrüh von Bord genommen und sogleich auf den passenden Schwertransporthänger gesetzt. Einen Tag später machte sich dann der Schwertranport, bestehend aus drei Tieflader-Fahrzeugen von CuxPort nach Nordholz auf den Weg. Für die Strecke wurden 2 1/2 Stunden benötigt. Somit konnten die Schwerlaster am Montag, den 1. September um 00.30 Uhr am Museum eintreffen. Zwei Kräne standen zum anheben und absetzen der VFW 614 bereit. Die Maschine hat vor dem Museumsgebäude ihren Platz bekommen und zwar so, als ob sie auf Fluggäste wartet und zum Abflug bereit steht. Noch dieses Jahr wird die G18 wieder in ihren alten Farben der „Luftwaffe 17+02“ erstrahlen und kann auch innen besichtigt werden. Auch ein Bezug zur Marinefliegerei besteht bei der VFW 614. Ende der 70iger Jahre hatte das Herstellerwerk VFW-Fokker der Bundeswehr eine Marine-Version als MPA-Flugzeug angeboten. Infotafeln im Museum geben Auskunft über dieses nicht mehr realisierte Projekt. Die Museumsleute haben den Wiederaufbau des Flugzeuges fachmännisch durchgeführt, so dass jetzt der Status von Lidköping fast wieder hergestellt ist. Als Flugzeugbauer mitgeholfen hat Herr Hagestedt vom ASL Lemwerder. Das Flugzeug hat einen schönen Standplatz bekommen. Abschließend sei bemerkt, das das Aeronauticum ein kleines aber feines, gepflegtes Museum ist. Die G18 hat dort eine schöne Heimstatt erhalten. Die Museumsleute sind glücklich über die 614-Errungenschaft und werden das Flugzeug als größtes Exponat als Liebhaberstück pflegen. Der VFW 614-Freundeskreis freut sich, diese Errungenschaft vermittelt zu haben und wünscht dem Aeronauticum viel Freude mit der VFW 614. Jochen Kruth, September 2003

Cuxhavener Nachrichten 30.08.2003

„Landung“ heute bei CuxPort

  Passagiermaschine vom Typ VFW 614 wird auf dem CuxPort-Terminal gelöscht

tas. – Heute Morgen wird es spannend: Eine für das Nordholzer Aeronauticum bestimmte frühere Passagiermaschine vom Typ VFW 614 wird auf dem CuxPort-Terminal gelöscht. Mit dem Entladen des in zahlreiche Einzelteile zerlegten Flugzeugs, wird um 7.30 Uhr begonnen.

Für Betriebsleiter Holger Meyer eine Routineangelegenheit, auch wenn er mit seiner Mannschaft nicht gerade täglich Flugzeugteile löscht. Das Gesamtgewicht der Ladung beträgt nur knapp 13 Tonnen – kein Problem für den Kajenkran. Dazu gehören der Rumpf, die Flügel, das Leitwerk, die Motorgondeln und viele Einzelteile. Die Fracht kommt mit dem Küstenmotorschiff „Flevo“ aus Schweden. Nun will ein Team von Experten und Freiwilligen, die Einzelteile beim Nordholzer Museum wieder zu einer Maschine zusammensetzen.

Sanfte Landung in Nordholz, auch ohne Flügel

 

Heute beginnt Zusammenbau des neuen Großexponats für das Nordholzer Marineflieger-Museum

    Foto: Sassen

tas. – Reibungslos verlief der Transport der kleinen Passagiermaschine vom CuxPort-Terminal zum Aeronauticum am Sonnabend. Die fünf Lkw mit den Rumpfteilen mit einer Höhe von knapp acht Metern passierten auch die Nadelöhre Lüdingworth und Gudendorf ohne „anzuecken“. Mittlerweile stehen die Einzelteile im Außengelände des Aeronauticum, wo die Maschine demnächst den Besuchern präsentiert werden wird.

Dazu müssen der rund 20 Meter lange Rumpf, die Flügel, das Höhenleitwerk und die Turbinen erst wieder zu einem ganzen Flugzeug zusammengesetzt werden. Damit wird heute um 10 Uhr begonnen. Die Montage wird voraussichtlich eine gute Woche dauern. Zu besichtigen sein, wird die VFW 614, wie der in Deutschland gebaute Typ des kleinen Passagierflugzeugs heißt, aber aller Voraussicht nach noch vor Weihnachten.

Das neue Großexponat passt auf den ersten Blick nicht in die Reihe der bisher im Aeronauticum ausgestellten Militärflugzeuge. Gebaut wurde die VFW 614 als ziviles Passagierflugzeug bis 1976 in nur 19 Exemplaren. Es zählte zu den ersten Flüsterjets und war technisch seiner Zeit weit voraus. Ursprünglich sollte es ab 1984 die Breguet Atlantic der Marineflieger ersetzten. Das Nordholzer Exemplar flog 21 Jahre als „Prominenten-Jet“ im Dienst der Deutschen Luftwaffe. So sind auch Bundeskanzler Helmut Schmidt und Helmut Kohl mit der Maschine geflogen.

Zuletzt war die Baunummer 18 der Nordholzer drei Jahre im Besitz eines Schweden, der vergeblich versucht hatte, damit eine Fluglinie zu betreiben. Nachdem die Maschine fünf Jahre gestanden hatte, kaufte das Museum sie für 5000 Euro zuzüglich Transportkosten. Die Finanzierung läuft über ein EU-Projekt mit dem Titel „Unternehmen Museum“, das das Aeronauticum in Kooperation mit der Uni Oldenburg bestreitet.

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